Zahnarztpraxis Dr. Garrelfs

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Dr. Hans-Wilhelm Garrelfs
Tel.: 02443 51 03
Fax.: 02443 91 10 68
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53894 Mechernich
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Gesundheitsnews



Zahnärztliches Untersuchungsheft für Säuglinge und Kleinkinder
Mit gesunden Zähnen ins Leben starten

Hannover, 17. Juli 2017 –  Gesunde Milchzähne sind die Voraussetzung für das Wachstum des Kiefers, für die Entwicklung des bleibenden Gebisses, aber auch der Sprache. Um frühkindliche Karies möglichst zu vermeiden und Zahnfehlstellungen rechtzeitig erkennen zu können, empfehlen Zahnärzte allen Eltern, ihre Kinder nach dem Durchbruch des ersten Zahns und danach jedes halbe Jahr in der Praxis vorzustellen. Als Erinnerungs- und Orientierungshilfe gibt es jetzt auch in Niedersachsen ein „Zahnärztliches Kinderuntersuchungsheft“, das sogenannte UZ-Heft. Zur Förderung der Zahngesundheit von Anfang an haben die niedersächsischen Zahnärzte gemeinsam mit dem hannoverschen Kinderarzt Dr. Thomas Buck (Vorstandsmitglied der Ärztekammer Niedersachsen), der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege und dem Öffentlichen Gesundheitsdienst das UZ-Heft für die ersten sechs Lebensjahre der Kinder entwickelt. Jetzt sind die ersten 50.000 gedruckten Exemplare „auf dem Markt“: Die Zahnärztekammer Niedersachsen gibt diese kostenfrei heraus. Das UZ-Heft ist eine ideale Ergänzung des kürzlich überarbeiteten gelben Kinderuntersuchungshefts (U-Heft). Es enthält jetzt ab der U5 (sechster bis neunter Lebensmonat) bis zur U9 (ab fünftem Lebensjahr) einen Verweis auf den Zahnarztbesuch. Das weiße UZ-Heft lässt sich problemlos in das gelbe U-Heft einkleben. Auf dem Titelblatt werden die jeweiligen Termine für die UZ 1 bis UZ 6 eingetragen, damit die Eltern diese vom Säuglingsalter bis zum Beginn der Grundschulzeit gut im Blick haben. Darüber hinaus gibt das Heft wichtige Informationen etwa zur regelmäßigen Zahnpflege mit korrekter Putztechnik, zum zahngesunden Trinken und Essen, zu Schnuller und anderen Lutschgewohnheiten sowie zu Zahn- und Kieferfehlstellungen. „Mit unserem Kinderuntersuchungsheft machen wir es Eltern leicht, von Anfang an darauf zu achten, dass ihre Kinder schöne und gesunde Zähne bekommen und behalten. Wir investieren damit in eine nachhaltige Stärkung der frühkindlichen Zahngesundheit“, sagt Henner Bunke, D.M.D./Univ. of Florida, Präsident der Zahnärztekammer Niedersachsen (ZKN). „Wir möchten, dass die Eltern im Interesse ihrer Kinder früh in die Zahnarztpraxen kommen, die kostenlose Gesundheitsvorsorge regelmäßig nutzen und sich beraten lassen“, betont Silke Lange, Zahnärztin und Referentin für Jugendzahnpflege im Vorstand der ZKN. Geburtskliniken, Hebammen, Kinderarzt- und Zahnarztpraxen etc. können das UZ-Heft ab sofort kostenfrei bei der Zahnärztekammer Niedersachsen ordern: Rena Umlandt
E-Mail rumlandt@zkn.de
Fax 0511 83391–306
Telefon 0511 83391–310
Mehr Information finden Sie auf der Homepage der ZKN: www.zkn.de

Kieferorthopädische Behandlungsplanung ohne Strahlenbelastung
Die Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglicht ohne Strahlenbelastung exakte Aufnahmen von Schädelstrukturen, die üblicherweise durch Röntgenbilder dargestellt werden

Bisher ist die Aufnahme eines Röntgenbildes gängige Praxis, wenn bei Kindern und Jugendlichen möglicherweise die Zahnstellung korrigiert werden muss. Der Kieferorthopäde bestimmt Winkel und Abstände zwischen sogenannten Landmarken - wichtigen anatomischen Punkten im Ober- und Unterkiefer - um festzustellen, ob es pathologische Veränderungen in der Entwicklung gibt und um die kieferorthopädischen Maßnahmen zu planen.

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg um Professor Dr. Martin Bendszus, Ärztlicher Direktor der Abteilung Neuroradiologie, und Professor Dr. Christopher J. Lux, Ärztlicher Direktor der Poliklinik für Kieferorthopädie, veröffentlichten nun in der renommierten Online-Fachzeitschrift PLOS ONE die Ergebnisse einer Studie, die von der Dietmar Hopp Stiftung mit 198.000 Euro unterstützt wird. Es konnte gezeigt werden, dass diese Landmarken mit der Magnetresonanztomographie (MRT) ebenso exakt wie im Röntgenbild vermessen werden können: "Wir hatten im Vergleich zum Goldstandard - dem Röntgenbild - nur sehr geringe Unterschiede, die im Rahmen der üblichen tolerablen Standardabweichung liegen. Der große Vorteil der MRT ist jedoch, dass sie ohne Strahlenbelastung auskommt. Auch wenn die Röntgenbelastung bei zahnärztlichen Untersuchungen gering ist, möchte man sie insbesondere bei Kindern und Jugendlichen so weit wie möglich reduzieren", sagt Prof. Dr. Martin Bendszus, der das Verfahren nun in eine breitere Anwendung bringen möchte. Dieser Vorteil kann künftig auch insbesondere dann zum Tragen kommen, wenn bei spezifischen kieferorthopädischen Fragestellungen, zum Beispiel stark im Knochen verlagerte Zähne, eine 3D-Bildgebung erforderlich ist.

In nur 10 Minuten und ohne Kontrastmittel und Strahlenbelastung zum exakten Bild

Untersucht wurden im Rahmen der Studie 20 Jugendliche im Alter von 8 bis 26 Jahren, von denen eine MRT-Aufnahme und ein Röntgenbild angefertigt wurden. Zwei Experten markierten unabhängig voneinander 18 wichtige Landmarken im Kiefer. Ein spezielles Computerprogramm errechnete dann daraus 14 Winkel und 10 Distanzen, die für eine kieferorthopädische Behandlungsplanung wichtig sind. Ein Vergleich der Daten zeigte eine Abweichung von maximal 3 Grad bei den Winkeln und maximal 3 Millimetern bei den Distanzen zwischen Röntgenbild und MRT - Unterschiede, die im Toleranzbereich von bildgebenden Verfahren liegen. Insbesondere für die jungen Patienten ist die kurze Aufnahmezeit von unter zehn Minuten bei der in Heidelberg weiterentwickelten MRT-Technik von Vorteil. Die Verabreichung eines Kontrastmittels ist nicht erforderlich. Derzeit wird die Methode in weiteren klinischen Studien erprobt. Medizinreferentin Dr. Ingrid Rupp: "Wir begrüßen, dass Kinder von den Forschungsergebnissen profitieren und die Untersuchungen weniger belastend werden können."

MRT-Bilder zeigen Knochen und Weichteile

"Grundlage dieser Vergleichsstudie waren schnelle dreidimensionale MR-Techniken, mit denen Ober- und Unterkiefer sowie weitere für die Behandlungsplanung relevante Strukturen in hoher räumlicher Auflösung dargestellt werden können", sagt Frau Prof. Dr. Sabine Heiland, Leiterin der Sektion Experimentelle Radiologie und Hauptantragstellerin des von der Dietmar Hopp Stiftung geförderten Projekts. "Ein weiterer wesentlicher Schritt war die Umwandlung der dreidimensionalen MRT-Bilder auf eine zweidimensionale Projektion analog zum Röntgenbild. Wir haben die Bilder sozusagen künstlich reduziert, um sie überhaupt mit den Röntgenbildern vergleichen zu können", erklärt Frau Prof. Dr. Sabine Heiland.

Die Heidelberger Experten sehen großes Potenzial in der neuen Methode. "Wir können die Diagnostik verbessern, denn in Zukunft bieten wir im Rahmen klinischer Studien auch 3D-Analysen an, die nochmals deutlich genauer sind.", so Prof. Bendszus. Prof. Lux ergänzt: "Im Gegensatz zum Röntgenbild erhalten wir auch zusätzliche Informationen zu den Weichteilen wie zum Beispiel Muskeln und Zahnhalteapparat, was künftig die kieferorthopädische Behandlungsplanung beeinflussen kann."

Die Kieferorthopädie ist nach Ansicht der Wissenschaftler nur ein Teil der zukünftigen Anwendungsmöglichkeiten bei Kindern: "Es gibt auch andere Indikationen, zum Beispiel Verlaufskontrollen der Zähne nach Unfällen oder die Frage nach Zahnentwicklungsstörungen, die auch eine Einbindung der anderen zahnärztlichen Fächer, z. B. Zahnerhaltung, Zahnärztliche Prothetik und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie sinnvoll erscheinen lässt, was gerade Gegenstand weiterer klinischer Studien ist", so Prof. Lux. Das Verfahren der Dental-MRT ist somit nicht nur für Kinder geeignet, sondern kann in der Zahnheilkunde auch beim Erwachsenen wichtige Zusatzinformationen ohne Strahlenbelastung liefern. Gerade bei häufigen Zahnerkrankungen wie der Parodontitis oder Lockerungen von Zahnimplantaten kann die MRT durch den hervorragenden Weichteilkontrast bereits früh die Diagnose stellen bevor Veränderungen im Knochen auftreten, die man dann erst im Röntgenbild sehen kann. Diese Möglichkeiten haben die Heidelberger Wissenschaftler in Pilotstudien gezeigt, weitere Studien dazu laufen.

Diagnosekaugummi bei Implantaten?
Diagnosekaugummi bei Implantaten?

Osterholz-Scharmbeck (OHZ), den 29.06.2017: Moderne Zahnmedizin ermöglicht heutzutage Dinge, an die vor 50 Jahren noch nicht zu denken war. Zahnimplantologie zum Beispiel. Ein fehlender Zahn wird mit einem Implantat ersetzt: Eine künstliche Zahnwurzel wird im Kieferknochen verschraubt und anschließend mit einer Krone versehen, auf den ersten Blick nicht von einem richtigen Zahn unterscheidbar.

Ca. 1 Million Implantate werden in Deutschland jährlich gesetzt. Mit dem Ersetzen des Zahns allein ist es aber nicht getan. Die Eigenverantwortung bei der täglichen Zahnhygiene ist noch ein Stück weit höher als im Fall des eigenen festsitzenden Zahnes. Diesem wird bei guter Zahnhygiene in der Regel durch den Zahnhalteapparat, bestehend aus Kieferknochen, Zahnfleisch und Haltefasern, genug Schutz geboten. Ein Implantat hat diesen natürlichen Schutz zunächst nicht, der künstliche Zahn wird anfangs nur von locker anliegendem Bindegewebe umgeben. Zahnseide, Zwischenraumbürsten und täglich mehrfaches Putzen sind angebracht, damit an der Implantatstelle kein Entzündungsherd entsteht. Gerade der Übergang zwischen Krone und Zahnfleisch ist besonders anfällig für die sogenannte Peri-Implantitis, die erst das weiche Gewebe und dann den Knochen zerstören kann.

Forscher arbeiten derzeit an einem Kaugummi, das genau diese möglicherweise entstehende Entzündung entdeckt und durch Bitterstoffe Alarm schlägt. Haben sich Bakterien rund ums Implantat eingenistet und ihr Zerstörungswerk begonnen, steigt die Konzentration eines bestimmten Enzyms, des Matrix-Metalloproteinases 8 (MMP-8), deutlich an. Das Kaugummi wiederum enthält ein Eiweiß- oder auch Peptidkettensystem, das zwischen einer kleinen Kugel und einem Bitterstoff platziert ist. Je weiter eine Entzündung nun voranschreitet, desto höher steigt die Enzymkonzentration des MMP-8. Das Enzym durchschneidet die Eiweißkette - und der Bitterstoff kann seine Wirkung entfalten, denn der Patient schmeckt den Unterschied zu vorher deutlich. So gewarnt, kann er schleunigst seinen behandelnden Implantologen aufsuchen und die Entzündung behandeln lassen.

Eine professionelle Zahnreinigung, möglichst zweimal im Jahr, kann schon dazu beitragen, dieses Risiko etwas überschaubarer zu halten.